Die Grundprinzipien des Selbstverteidigungssystems Hapkido

Der Kreis:
Runde Bewegungen sind effektiver als eckige. Der Hapkidoin versucht dem Gegner die innere Mitte, sein Zentrum, zu nehmen und dessen eigene Angriffsenergie durch runde Bewegungen abzuleiten und gegen ihn einzusetzen.

Der Fluss:
Diese Techniken sind dabei fließend, d.h. getragen vom inneren Energiefluß (Ki), der sich dann in der äußeren, fließenden, runden Technik manifestiert. Man stelle sich fließendes Wasser vor, es kann nicht endgültig aufgehalten werden.

Die Einwirkung:
Das Prinzip der Einwirkung stellt die dritte Grundlage dar: der Gegner wird „bewegt“, der Hapkidoin wirkt solange auf ihn ein, bis ein Entweichen aus der Technik(-abfolge) nicht mehr möglich ist und der Einsatz derselben zum Erfolg, d.h. zur Abwehr des Angriffes, führt. Dabei ist es entscheidend, dass während der gesamten Verteidigungsaktion der Gegner kontrolliert und es ihn nicht gestattet wird andere Bewegungen auszuführen, als die, der Verteidiger, der Hapkidoin, will.

Unübersehbare Grundlagen des Hapkido, aufgrund des japanischen Hintergrundes eines Teiles des Systemes, sind dabei die Wurzeln des alten japanischen Samuraikodex „Bushido“ (Bu = Kunst des Kämpfens; Shi = der Krieger; Do = der Weg).